Cyber Merzbau situation 1999 Cyber Merzbau situation 1999 Cyber Merzbau situation 1999
Zvonimir Bakotin
Merzbau in Cyberspace

Merzbau 3D

Merzbau in 3D is project of Zvonimir Bakotin and Van Gogh TeleVision (VGTV) for Sprengel Museum Hannover in 1999. Interactive 3D (VRML) model of Merzbau is part of the content for VMS (Virtual Museum System) installation in Sprengel Museum. Building of the *latest Merzbau of the twentieth century* was everything but simple task. Bakotin well known for his tendencies of *pushing the envelope* in digital media and beyond, reached demand to make an evaluation of possibilities to bring Merzbau online as interactive environment suited to performances of the contemporary consumer range computers well optimised for low bandwidth such as modems on phone lines. Nevertheless demands were next to impossible, *impossible* is of curse challenging point, as Bakotin used to say "impossible is the state of mind". During the the evaluation period he starts with in depth research of the Schwitters work and strategies for next few months , however this was turning point, magic of Schwitters life work was transferred... Finding himself in the new role of Merzbauer familiarised with Schwitters work and legacy till end of evaluation period Merzbau project will become his obsession. At the very beginning of the April 1999. he visiting Sprengel Museum in Hannover filming the museums reconstruction of the Merzbau on the video as reference visual input for beginning of the 3D project. Although he had permission from the museum for documenting of the Schwitters works he manage to do several selfportraits in the front of paintings of Klee, Miro and Picasso. He remembers; "Merzbau was far smaller than I was expected so I found location rather difficult to capture on the video, in spite of wide angle lens filming inside was real achievement". Being back to VGTV Labs he starts immediately with preparing input raw video materials few remained original photos and few accurate coordinates. An very serious obstacle was lack of any architectural documentation, this was making not easy'n'fun process by any means much slower and more demanding, because virtually everything inside the room needs to be re/calculated and created from scratch, first on the level of single object then to set proper proportion to surroundings objects and interior, needless to say this phase was time and nerve consuming but project was on already and there was no way back. Another demanding thing was to keep polygon number of the such complex interior on the lowest possible level in order to be able to render it on consumer grade graphics hardware not on supercomputers. However if construction and modelling were somehow empiric tasks meditation on nodes, vertexes and surfaces and their visual appearance was pure wizardry. The ultimate criteria by words of Bakotin was; "old Kurt would be happy to see how the column was done". After something more than three months of twelve hours per day working rhythm interrupted from time to time by conferences, festivals and exhibitions, mystery of geometry of the Cathedral of everyday objects was revealed. The Chaos was captured in about 65 Kbytes, less then 3,4K polygons as VRML 2.0 file (Virtual Reality Modeling Language). Overall performances are surprising regardless the complexity and level of realism, this of course leaves big overhead free for future implementations within the space of Merzbau since that space is by definition uncompleted in continuous grow and constant change by Schwitters. Few implementations are in development, an early light show system of the original Merzbau and spatial interactive Ursonate of Schwitters in Merzbau, this would be as ultimate homage to work and life of big Dadaist and Artist of the XX century, Kurt Schwitters.

The Merzbau was - "on principle" - an uncompleted work and continued to grow, changing constantly.

Merzbau 3D

Die Umsetzung des Merzbaus von Kurt Schwitters in den virtuellen, 3dimensionalen Raum ist ein Projekt von Zvonimir Bakotin und Van Gogh TV für das Sprengel Museum Hannover, 1999. Das interaktive VRML-Modell ist dort Teil der VMS (Virtual Museum System) Installation. Den "letzten Merzbau des 20ten Jahrhunderts“ zu bauen war alles andere als eine leichte Aufgabe. Doch Bakotin, bekannt dafür, daß er seine Ansprüche im digitalen Bereich hoch "und darüber hinaus“ anlegt, gelang es, nach Evaluierung der Möglichkeiten den Merzbau als interaktives Environment so umzusetzten und zu optimieren, daß er auch den online Bedingungen des durchschnittlichen Heimkonsumenten, also geringen Bandweiten die über Modem und Telefonanschlüsse erzielt werden, gerecht wird. Trotzdem lag die Aufgabenstellung am Rand des Möglichen. Dieses fast "Unmögliche“ zu bewältigen stellte andererseits eine spannende Herausforderung dar oder, wie Bakotin feststellte -“ "“Unmöglich“ ist eine geistige Verfassung“. Während der Phase der Evaluierung begann er sich mit dem Werk von Schwitters intensiver zu befassen und hierin lag auch ein entscheidender Schlüssel zur letztendlichen Bewältigung der Aufgabe, denn die Magie des Schwitterschen Lebenswerks zog ihn in ihren Bann. Er fand sich plötzlich als Merzbauer wieder, vertraut mit Arbeit und dem Vermächtnis Schwitters und diese Obsession hielt ihn bis zum Ende der Aufgabe gefangen. Zu Beginn der Arbeit, April 1999, besuchte er das Sprengel Museum um die dortige Rekonstruktion des Merzbaus auf Video festzuhalten und somit eine visuelle Referenz für die 3dimensionale Umsetzung zu erhalten. Vom Museum hatte er die Erlaubnis die Arbeiten Schwitters zu dokumentieren, es gelang ihm jedoch auch einige Selbstporträts vor den Bildern von Klee, Miro und Picasso anzufertigen. Er erinnert sich: “ Der Merzbau war viel kleiner als ich erwartet hatte und es war schwierig den Innenraum mit der Kamera zu erfassen, ohne Weitwinkel ein schwierige Unterfangen. “ Zurück im Van Gogh Lab begann er mit der Umsetzung des Dokumentationsmaterials, also des mitgebrachten Videos, einiger weniger verbliebener Originalfotos und weniger tatsächlicher Meßdaten. Erschwerend war das Fehlen jeglicher architektonischer Dokumentationszeichnungen, sodaß die genaue Rekonstruktion zeitraubend und extrem anspruchsvoll wurde. Der Innenraum musste vollständig neu nachgebaut werden, ausgehend vom Einzelobjekt, das in Proportion zu den umgebenden Objekten gestellt wurde, die in ihrer Gesamtheit letztlich den tatsächlicen Inneraum ergeben mußten. Es erübrigt sich festzustellen, welch zeit- und nervenraubender Prozess das war, aber das Projekt war bereits am Laufen und es gab kein Zurück mehr. Eine weitere Anforderung an das Modell war, daß trotz des komplexen Innenraums die Gesamtanzahl der Polygone so gering wie möglich gehalten werden mußte um es mit der den Benutzern zur Verfügung stehenden Grafikhardware, also ohne Highendmöglichkeiten zufriedenstellend rendern zu können. Während also das Nachkonstruieren und das Modellieren immerhin noch empirische Aufgabenstellungen waren, war die Bewältigung der "Node-“, "Vertex-“ und Oberflächenstruktur und ihr optisches Erscheinungsbild reine Zauberei. Das letztendliche Kriterium in den Worten von Bakotin war: “der alte Kurt wäre glücklich zu sehen wie diese Säule nun gemacht ist..“ Nach etwas mehr als 3 Monaten Arbeit zu täglich 12 Stunden, zeitweise unterbrochen von Konferenzen, Festivals und Ausstellungen, offenbarte sich das Geheimnis der Geometrie der Kathedrale der Alltäglichen Gegenstände. Das Chaos wurde in 65 Kbytes, weniger als 3,4K Polygonen in einer VRML 2.0 Welt (Virtual Reality Modeling Language).gebändigt. Die Performance ist überraschend, wenn man die Komplexität und den Realismus des Modells berücksichtigt und läßt breiten Spielraum für weitere Implementationen, was umso wichtiger scheint, als der Merzbau aus seiner eigenen Definition heraus ja unvollendet und in ständigem Schwitterschen Aus- und Umbau begriffen ist. Zwei dieser in Entwicklung stehenden Vorhaben sind die Implementierung von Lichtscapes, die einem frühen Baustadium des Originalbaus entsprechen, sowie die räumlich interaktive Installation der Ursonate im Merzbau, was eine gebührende Hommage an die Arbeit und das Leben dieses großen Dadaisten und bedeutenden Künstlers des 20ten Jahrhunderts, Kurt Schwitters, wäre.

Der Merzbau war nämlich aus "Prinzip" unvollendet, wuchs immer weiter und veränderte sich fortwährend



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